Muss man ein echtes Genie sein, um Mathematik zu studieren?

Die Kurzfassung: Nein.

Die Langfassung: Es kommt überhaupt nicht darauf an, ob du in der Schule Klassenbeste(r) warst oder ob du Kurvendiskussionen im Schlaf beherrscht. In der Uni werden die Karten neu gemischt. Jede(r), der Spaß am Denken hat, kann ein Mathematikstudium beginnen.

 

Was muss ich dann für ein Mathematikstudium mitbringen?

Am wichtigsten ist dein Interesse an dem Fach. Wenn dir die Mathematik Spaß macht und dich im besten Fall sogar begeistert, wird es dir auch gefallen, dich mit den Inhalten auseinanderzusetzen und an Aufgaben zu tüfteln. Ein gewisses mathematisches Verständnis ist natürlich sehr hilfreich, Durchhaltevermögen und Fleiß sind aber mindestens ebenso wichtig.

 

Wie schwierig ist das Studium?

Die Wahl zum einfachsten Studiengang Österreichs wird das Mathematikstudium sicherlich nicht gewinnen. Es wird auch Vorlesungen geben, in denen du im ersten Moment nicht verstehst, wovon gerade die Rede ist. Umso schöner ist es dann allerdings, wenn der „Knoten im Kopf“ aufgeht und dir plötzlich klar wird, wie eine Aufgabe zu lösen ist oder wieso ein bestimmter Beweis funktioniert. Bist du bereit, diese Zeit zu investieren, wird dir dein Studium sicher viel Freude bereiten!

 

Werde ich leicht Freunde finden?

Hier hast du zwei große Vorteile: Einerseits ist das Mathematikstudium im Vergleich zu anderen Studiengängen nicht überlaufen, wodurch man einander schnell kennenlernt und nicht in der Masse untergeht. Es wird dir sicherlich leicht fallen, schnell erste Kontakte zu knüpfen. Andererseits werdet ihr oft gemeinsam in der Gruppe über Übungsaufgaben diskutieren, weil diese so leichter zu lösen sind. Auch wenn du also eher der schüchterne Typ bist, wirst du sicher schnell Anschluss finden. Dabei helfen zusätzlich auch Veranstaltungen wie der Glühweinstand der Studienvertretung oder das Sommerfest.

 

Was kann ich mit meinen Kommilitonen unternehmen?

Salzburg ist eine tolle Stadt mit unzähligen Veranstaltungen und Angeboten, hier wird dir sicher nicht langweilig werden. Du könntest zum Beispiel…

  • Wandern, laufen, schwimmen, klettern, kickboxen und vieles mehr
  • Bowlen, Kart fahren, ins Casino gehen
  • Restaurants und Clubs unsicher machen
  • Eine gute Tasse Kaffee genießen
  • Museen, Poetry-Slams oder Vorträge besuchen
  • ...

Viele Anregungen für deine Freizeitgestaltung in Salzburg findest du außerdem unter "Studieren in Salzburg" .

 

Wird es nicht langweilig, immer nur zu rechnen?

Die Universitätsmathematik ist ganz anders als der Mathematikunterricht, den du aus der Schule kennst. Es geht jetzt nicht mehr nur darum, immer wieder ähnliche Rechnungen durchzuführen. Stattdessen wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass du auch die tiefgehenden Hintergründe verstehst. Du lernst anhand vieler Definitionen und Beweise, was es bedeutet, Sachverhalte zu analysieren und logische Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Erst anhand dieser Erkenntnisse wirst du verstehen, warum die ein oder andere Rechnung sinnvoll ist.

 

Jahrelang nur ein Fach lernen? Da fehlt doch die Abwechslung?

Die Mathematik ist ein unglaublich vielfältiges und abwechslungsreiches Fachgebiet. Du wirst dich in jedem Semester mit vielen unterschiedlichen Fächern auseinandersetzen, die sich jeweils mit kleinen Teilgebieten befassen. Das heißt, du beschäftigst dich täglich mit ganz unterschiedlichen Themen, auch der Stundenplan hält viel Abwechslung bereit. Es fühlt sich eigentlich genau so an, wie in der Schule unterschiedliche Fächer zu haben. Es gibt aber einen klaren Vorteil: Jetzt hat fast alles mit Mathematik zu tun :)

 

Was, wenn ich mich in einer Vorlesung plötzlich gar nicht mehr auskenne?

Das Wichtigste vorab: keine Panik. Es ist vollkommen normal, nicht alles sofort zu begreifen und wahrscheinlich haben viele deiner KollegInnen genau das gleiche Problem. Deine Fragen kannst du in Vorlesung natürlich immer sofort stellen! Oft hilft es auch, zu Hause alles nochmal in Ruhe durchzugehen. Außerdem kann es sehr hilfreich sein, mit Freunden über die Inhalte zu sprechen, dabei wird einem immer vieles Klarer. Oft gibt es zusätzlich Tutorien, in denen dir die Inhalte von Studierenden aus höheren Semester nochmal erklärt werden. Natürlich kannst du dich auch jederzeit direkt bei den LeiterInnen der Lehrveranstaltungen melden und deine Unklarheiten mit ihnen besprechen. Du musst wirklich keine Scheu haben, es wird dir immer sehr gerne geholfen.

 

Jetzt mal im Klartext: wie zeitaufwendig ist das Studium nun wirklich?

Wenn du dich dazu entscheidest, dein Studium in Regelstudienzeit zu absolvieren, hast du pro Semester rund 30 ECTS-Punkte, ein ECTS entspricht offiziell 25 Stunden Arbeitsaufwand. Aus eigener Erfahrung sind diese Punkte im Mathematikstudium eher knapp berechnet. Es kann also sein, dass du, vor allem zu Beginn, etwas mehr Zeit investieren musst. Studieren in Regelstudienzeit bedeutet studieren in Vollzeit, du kannst den Zeitaufwand also ganz gut mit einer Vollzeit-Arbeitswoche vergleichen.

 

Uniluft schnuppern – einfach so?

„Studieren Probieren“, ein Angebot der ÖH, bietet dir die Möglichkeit, eine echte Vorlesung unverbindlich und hautnah zu erleben. Begleitet wirst du dabei von StudentInnen, die dir im Anschluss auch gerne alle Fragen, die dir auf der Seele brennen, ehrlich beantworten. So bekommst du einen realistischen Einblick in den Vorlesungsbetrieb an der Universität. Mehr Informationen dazu und alle angebotenen Termine findest du auf der Seite https://www.studierenprobieren.at/termine/.